{"id":469,"date":"2020-10-30T17:54:19","date_gmt":"2020-10-30T17:54:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.navoti.de\/?p=469"},"modified":"2020-10-30T17:55:09","modified_gmt":"2020-10-30T17:55:09","slug":"ueber-erwartungen-und-heilung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.navoti.de\/index.php\/2020\/10\/ueber-erwartungen-und-heilung\/","title":{"rendered":"\u00dcber Erwartungen und Heilung"},"content":{"rendered":"<p>Uns allen wurde beigebracht, den \u201eEin-Bildungen\u201c im Leben mi\u00dftrauisch gegen\u00fcberzustehen. \u201eDu bildest dir das nur ein!\u201c steht f\u00fcr \u201eEs ist nicht wahr!\u201c. In der Folge verlieren wir den Kontakt zu unseren inneren Bildern und welche unserer inneren Bilder sich verwirklichen, h\u00e4ngt nur noch vom Zufall ab.<\/p>\n<p>Sehr oft allerdings sind es leider gerade die negativen Bilder vom Leben, die uns \u2013 ohne da\u00df wir es wissen \u2013 bestimmen. S\u00e4tze wie \u201eNiemand schenkt dir etwas f\u00fcr Deine sch\u00f6nen Augen!\u201c oder \u201eDu mu\u00dft Dich im Leben immer anstrengen, um etwas zu erreichen!\u201c erzeugen innere Bilder und Wirklichkeit. S\u00e4tze wie \u201eDie Krankheit xyz ist unheilbar!\u201c, gesprochen von scheinbar wichtigen Autorit\u00e4ten in respekteinfl\u00f6\u00dfenden Institutionen haben Folgen, indem wir unser Handeln, Denken und F\u00fchlen danach richten. Kommt noch eine \u00dcberzeugung dazu wie \u201eIn unserer Familie sind viele fr\u00fch gestorben!\u201c sind die besten Voraussetzungen geschaffen, an einer Krankheit zugrunde zu gehen, die ein anderer Mensch mit einer anderen Grundeinstellung und anderen inneren Bildern bew\u00e4ltigt h\u00e4tte, wie viele Krankengeschichten heute beweisen.<\/p>\n<p>Ich habe lange danach gesucht, was der Grund daf\u00fcr sein kann, das manche Menschen mit schwerer Erkrankung und schlechten Voraussetzungen manches mal erstaunlich schnell gesund werden, w\u00e4hrend andere mit besseren Voraussetzungen und leichteren Krankheiten nur schwer zurecht kommen. Auch andere haben danach gesucht und gefunden, das das innere Bild von der Krankheit, der Heilung, der Behandlung und vom Behandler sich als der entscheidende Faktor daf\u00fcr erweist, ob eine Behandlung erfolgreich oder nutzlos sein wird.<\/p>\n<p>Um zwei extreme Beispiele zu nennen, w\u00e4re auf der einen Seite etwa der Krebskranke, der \u2013 ohne es zu wissen \u2013 ein inneres Bild von seinem Krebs hat, da\u00df einem gro\u00dfen m\u00e4chtigen Raubtier entspricht, welches in seinem K\u00f6rper ungehindert ein und aus geht, w\u00e4hrend er kein Bild daf\u00fcr hat, wie sein Immunsystem dagegen vorgehen kann, er stellt sich vielleicht seine wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen als nutzlose Ping-Pong-B\u00e4lle vor, die ohne Sinn<\/p>\n<p>hin und her rollen und nichts bewirken. Die Medizin stellt er sich vor als schmerzhaft und nutzlos, alles wie gesagt, ohne es zu wissen. Dieser Patient h\u00e4tte schlechte Voraussetzungen zu heilen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite w\u00e4re der Patient, der wei\u00df, da\u00df Krebszellen ungeordnet und schwach sind, nutzlose Zusammenballungen von kranken Zellen, die jederzeit im K\u00f6rper entstehen und vom Immunsystem Tag f\u00fcr Tag zerst\u00f6rt und ohne Probleme ausgeschieden werden. Er wei\u00df, da\u00df etwa sein Krebs nicht eine schreckliche Schicksalsmacht ist, sondern eine Alarmglocke, die in darauf aufmerksam macht, das er im Leben Wichtiges \u00fcbersehen und sich massiv \u00fcberfordert hat. Er wei\u00df, das er sein Immunsystem unterst\u00fctzen soll und kann und hat ein klares Bild davon, wie seine Medizin und sein Behandler ihm n\u00fctzen und seine Heilung f\u00f6rdern. Dieser Patient hat gute Chancen, wieder gesund zu werden.<\/p>\n<p>In der \u201erauhen Wirklichkeit\u201c ist es fast immer so, das wir lange brauchen, um dieses wirklich zu verinnerlichen. Das Einbildung nutzlos ist, ist paradoxerweise ein sehr starkes inneres Bild, welches zu \u00fcberwinden manches Mal dauert und M\u00fche macht. Am Anfang haben wir nur kleine Erfolge, und denken \u201eEs war Zufall!\u201c. Aber wenn wir am Ball bleiben, dann nehmen die Erfolge zu und mit ihnen das Vertrauen in die Kraft der inneren Vorstellung.<\/p>\n<p>Die folgende \u00dcbung soll ein Einstieg sein und dazu dienen, die inneren Bilder kennenzulernen und soll eine laufende Therapie unterst\u00fctzen. Auf keinen Fall soll die \u00dcbung dazu dienen, eine Therapie oder wichtige Medikamente zu ersetzen und \u00fcberfl\u00fcssig zu machen.<\/p>\n<p>Es ist auch ratsam, sich ein Verfahren zur Entspannung und zur Erforschung der inneren Bilder gr\u00fcndlich anzueignen, um den ganzen Nutzen aus dem Verfahren zu haben. Dies kann das Autogene Training, die Atemarbeit nach Middendorf sein oder irgendein anderes n\u00fctzliches Verfahren, das Ihnen zug\u00e4nglich ist. N\u00fctzlich ist auch das Buch mit der Kassette \u201eWieder gesund werden\u201c von Carl Simonton.<\/p>\n<p>Wichtiger als die Technik ist es, die anf\u00e4ngliche \u201eDurststrecke\u201c durchzuhalten, die fast immer kommt, wo Schwierigkeiten nicht nur nicht verschwinden, sondern scheinbar schlimmer werden, weil sie pl\u00f6tzlich wahrnehmbar sind. Dies ist so \u00e4hnlich, als wenn man beim Aufr\u00e4umen erst einmal einen w\u00fcsten, h\u00e4\u00dflichen Haufen altes Zeug aufeinandert\u00fcrmt, welches man aus den Schr\u00e4nken geholt hat. Dies sieht schlimmer aus, als vorher. Aber nur so kann man sortieren und Ordnung schaffen.<\/p>\n<p>Die \u00dcbung<\/p>\n<p>Suchen Sie einen ruhigen Platz, stellen Sie das Telefon m\u00f6glichst aus, werfen Sie Kinder und Haustiere hinaus. Wenn sie mehr \u00dcbung haben, k\u00f6nnen Sie sp\u00e4ter an den unm\u00f6glichsten Pl\u00e4tzen \u00fcben, im Flugzeug, in der U-Bahn oder auf der Parkbank. Am Anfang sollten sie daf\u00fcr sorgen, da\u00df Sie beim \u00fcben ungest\u00f6rt sind.<\/p>\n<p>Um sich zu entspannen, kann man verschiedene Haltungen einnehmen. Man kann entspannt in einem Sessel sitzen, mit den F\u00fc\u00dfen auf dem Boden, man kann auf einem Sofa liegen oder entspannt auf einem Stuhl sitzen. Probieren Sie aus, was f\u00fcr Sie n\u00fctzlich ist.<\/p>\n<p>Wenn Sie es sich bequem gemacht haben, konzentrieren Sie sich auf den Atem und lassen ihn flie\u00dfen ohne die Atmung zu verringern oder zu verst\u00e4rken. Achten Sie darauf, wohin der Atem sich richten will und lassen sie ihn dorthin gehen. Es kann hilfreich sein, die Hand auf den Bauch oder auf die Flanken zu legen und sich vorzustellen, das man mit dem Atem die Hand sanft hochheben m\u00f6chte, um zu verstehen, was es hei\u00dft, dorthin zu atmen. Versuchen sie nicht, tief zu atmen oder ein bestimmtes Muster einzuhalten. Es geht darum, sich dem Atem zu \u00fcberlassen, loszulassen.<\/p>\n<p>Dann sagen Sie sich zehn Atemz\u00fcge lang nach jedem Atemzug \u201eIch f\u00fchle mich \u2013 es atmet mich.\u201c<\/p>\n<p>Lassen Sie das alles ein bi\u00dfchen wirken und dann wandern Sie in Gedanken durch den K\u00f6rper, von oben nach unten, und stellen sich vor, wie jeder K\u00f6rperteil, au\u00dfer der Stirn, warm und entspannt ist. Die Stirn stellen Sie sich angenehm k\u00fchl vor. Versuchen Sie zu f\u00fchlen, wo Sie aufliegen oder sitzen und stellen Sie sich vor, wie sie vom Sessel, vom Stuhl, vom Sofa, vom Boden angenehm und sicher getragen werden und selbst nichts halten m\u00fcssen. Wenn Sie einen K\u00f6rperteil bemerken, der besonders angespannt ist, widmen Sie dem ein bi\u00dfchen mehr Zeit. Falls \u201eaufregende\u201c Gedanken Sie ablenken, lassen Sie diese einfach kommen und gehen. Mit der Zeit f\u00e4llt die Konzentration leichter und die Gedanken schweifen nicht mehr so h\u00e4ufig ab.<\/p>\n<p>Wenn Sie diese \u00dcbung 2 \u2013 3 Mal am Tag gr\u00fcndlich durchf\u00fchren k\u00f6nnen, Sie nach zwei bis drei Wochen anfangen, sich in der Entspannung das vorzustellen, was Sie heilen m\u00f6chten. Stellen Sie sich vor, wie das Problem beseitigt wird, sich verkleinert und verschwindet. Sie k\u00f6nnen sich etwa vorstellen, wie die wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen in Form von kraftvollen Tieren, die Ihnen gefallen, durch den K\u00f6rper streifen und jede Zelle, die nicht gebraucht wird, egal ob vom Furunkel, entz\u00fcndeten Gelenk, Magengeschw\u00fcr, was auch immer, beseitigt wird. Nach der Beseitigung stellen Sie sich kleine Besen in einer freundlichen Farbe vor, die hinterhergehen und alles blankputzen. Versuchen Sie soviel wie m\u00f6glich \u00fcber Ihre Krankheit zu lernen, damit Sie sich genau vorstellen k\u00f6nnen, wie ein gesundes Gelenk oder eine gesunde Oberhaut oder eine gesunde Schleimhaut aussehen sollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann stellen Sie sich diesen gesunden Zustand vor und erinnern sich, wie es fr\u00fcher aussah, wie Sie sich gef\u00fchlt haben, welche Sportarten sie betrieben haben. Setzen Sie sich ein Ziel und bringen Sie sich dieses Ziel mehrmals t\u00e4glich vor die Augen.<\/p>\n<p>\u00dcberfordern Sie sich nicht. Meistens haben wir gelernt schnelle Erfolge zu erwarten. Zwar ist das wieder gesund werden realistisch. Es ist aber nicht m\u00f6glich, eine schwerere oder gar chronische Erkrankung durch Entspannung, ges\u00fcndere Ern\u00e4hrung und mehr Bewegung und ein paar Gespr\u00e4che im Handumdrehen \u201ewegzumachen\u201c.<\/p>\n<p>Aus der Behandlung der Multiplen Sklerose wei\u00df man, da\u00df es auch bei gutem Bem\u00fchen mindestens ein halbes Jahr dauert, bis man deutliche Erfolge sieht und ein Jahr, bis Symptome wirklich verschwinden. Dazwischen ist es normal, da\u00df es \u201eauf und ab geht\u201c mit Hoffen, Bangen, Zagen. Halten Sie sich Menschen vom Halse, die Sie entmutigen, suchen Sie sich Gleichgesinnte und Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Ordnen Sie Ihr Leben so gut wie m\u00f6glich und lassen Sie innerhalb der Struktur \u201eF\u00fcnfe grade sein.\u201c Lassen Sie sich von nichts und niemand unter Druck setzen. Seien Sie gut zu sich selbst. Gegen eine Krankheit \u201eanzuk\u00e4mpfen\u201c ist so, als w\u00f6llte man gegen einen Zug anrennen. Es ist viel weniger anstrengend, nur die Gleise zu verlassen und man wird feststellen, das dann auch der Streckenw\u00e4rter, das Symptom, Ruhe gibt. Versuchen Sie nicht, die Streckenw\u00e4rter zu erschlagen, sie kommen immer wieder. Und jedes Mal schreien Sie dann lauter. Wenn Sie einen Streckenw\u00e4rter so w\u00fctend gemacht haben, das er Ihnen wirklich schaden will (Schub in der Multiplen Sklerose, Darml\u00e4mung, Lungenentz\u00fcndung etc.) dann m\u00fcssen Sie ihn vielleicht kurzzeitig ruhig stellen mit Kortison, Antibiotika, Operation. Aber nachher sollten ihm gr\u00fcndlich zuh\u00f6ren. Und sp\u00e4ter lassen Sie es nicht mehr so weit kommen. Und genau dabei kann Ihnen diese \u00dcbung helfen.<\/p>\n<p>Literaturempfehlungen:<\/p>\n<p>Wieder gesund werden, Dr. Carl Simonton, rororo<\/p>\n<p>Autogenes Training, Rolf Faller, Falken Verlag<\/p>\n<p>Massage und Meditation, George Downing<\/p>\n<p>M\u00e4rchen, Mythen, Tr\u00e4ume, Erich Fromm, rororo<\/p>\n<p>Der Abbruch der Schweigemauer, Alice Miller, Hoffmann und Campe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uns allen wurde beigebracht, den \u201eEin-Bildungen\u201c im Leben mi\u00dftrauisch gegen\u00fcberzustehen. \u201eDu bildest dir das nur ein!\u201c steht f\u00fcr \u201eEs ist nicht wahr!\u201c. In der Folge verlieren wir den Kontakt zu unseren inneren Bildern und welche unserer inneren Bilder sich verwirklichen, h\u00e4ngt nur noch vom Zufall ab. Sehr oft allerdings sind es leider gerade die negativen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[10,8,9,12,13,11],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.navoti.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/469"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.navoti.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.navoti.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.navoti.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.navoti.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=469"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.navoti.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/469\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":470,"href":"https:\/\/www.navoti.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/469\/revisions\/470"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.navoti.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=469"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.navoti.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=469"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.navoti.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=469"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}